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Facebook ist mehr als nur Bilder vom Abendessen

Mit zwei spannenden und brandaktuellen Themen wartete der Stadtverband der Sport treibenden Vereine am vergangenen Donnerstag im Rahmen des „2. Abends der Sportvereine“ auf. Frank Wagner, Vorsitzender des Stadtverbands, und Bürgermeister Marcus Hoffeld hatten die Sportvereine der Kreisstadt (knapp 85 an der Zahl) und alle interessierten Bürger in den großen Sitzungssaal des Rathaus eingeladen, sich über „Social-Media für Vereine“ sowie die Integration von Flüchtlingen zu informieren. Mit der Social-Media-Managerin Anja Felden sowie dem ehemaligen Weltklasse-Leichtathlet und Landessportverbands-Mitarbeiter Simon Kirch hatte der Stadtverband zwei kompetente Referenten für den Abend gewinnen können.

Bürgermeister Hoffeld unterstrich in seiner Begrüßung das Engagement der Stadt in Sachen Sport und verwies auf die vielfältigen Aktivitäten im Jahr 2015. So feierten die Schullaufmeisterschaften, der City-Triathlon und das Neujahrsspringen im Zeltpalast derart gelungene Premieren, dass über eine Fortsetzung in 2016 nicht lange nachgedacht werden musste. „Mein Dank gilt den Vereinen und Ehrenamtlichen“, so ein zufriedener Bürgermeister. Frank Wagner hielt einen kurzen Rückblick auf die erfolgreichen Veranstaltungen des Stadtverbandes. Mehr als 100 Teilnehmer bei der traditionellen Grünkohlwanderung sowie die erstmals ausgetragenen Stadtmeisterschaften im Handball und im Boule sprächen Bände, so Wagner.
 

 

Äußerst interessant waren aber die Themen des Abends. Web-Business-Managerin und Social-Media-Managerin Anja Felden aus Dillingen hieß die Vereinsvertreter „Willkommen in Digitalien“.  Drei zentrale Fragen müsse man sich als Verein im Umgang mit den weiten des Internets stellen: Was ist Social Media? Welchen Nutzen hat es für meinen Verein? Und Was und wie muss ein Verein etwas posten, um möglichst viele „Fans“ zu erreichen. Dabei sei aber ein wichtiger Fakt zu beachten: „Facebook ist mehr als nur Fotos vom Abendessen zu posten. Und Social Media ist mehr als nur Facebook.“ Mit einem lebendigen Vortrag steigerte Anja Felden das Interesse der Vereine. Dabei vergaß sie trotz der Verweise auf Facebook-Seiten vom FC Liverpool und von Bayern München nicht den lokalen Bezug. Durch cleveres Posten hätte beispielsweise die Tennishalle Merzig ihren Besucher-Kreis deutlich vergrößert. Aber auch der FC Fitten und der TuS Brotdorf halten ihre Fans stets transparent und spannend auf dem Laufenden. Vor allem die Brotdorfer Handballer liefern derzeit das beste Beispiel für geschickten Einsatz sozialer Medien. Durch die Verbreitung über Facebook und Youtube hat der Verein es geschafft, deutschlandweit für Furore zu sorgen. Das Resultat: Zweimal innerhalb kürzester Zeit konnten mit Marvin Hoff und Julian Setter Brotdorfer Spieler das „Tor des Monats“ erzielen und dabei sogar Profis besiegen. „Aber“, so Felden weiter, „auch mit kleinerem Aufwand lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Für einen kleinen Verein kann es reichen, dreimal in der Woche etwas Spannendes zu posten.“
 

Absolut aktuell war der zweite Vortrag. Simon Kirch, ehemaliger Weltklasse-Leichtathlet und jetzt Mitarbeiter des Landessportverbands, zeigte den Vereinsvertretern Wege und Möglichkeiten auf, die Flüchtlinge in den einzelnen Ortsteilen zu integrieren und an die Vereine zu binden. Dabei könne der LSVS auf vier Wegen helfen: Information, Beratung (auch vor Ort), Qualifizierung und auch Unterstützung durch finanzielle Förderung. Aber wie kann man die Flüchtlinge und die Vereine zusammenbringen? Auch darauf hatte Kirch eine Antwort: „In fast allen Orten gibt es inzwischen Netzwerke. Gehen Sie auf diese zu und vernetzen Sie sich! Auch die Sprachunterrichte zu besuchen, kann sinnvoll sein.“ Die Sprachbarriere solle man nicht zum Hindernis werden lassen. Kirch: „Die Neubürger wollen ja Deutsch lernen. Auch hier ist Integration in einen Verein wichtig Praxis.“ Aber, so der Mitarbeiter des Sportverbandes, der Verein solle sich immer treu bleiben und vor allem nicht zum Dienstleister werden: „Ein Sportverein ist mehr als ein Fitness-Studio. Der Breitensport ist ein elementarer Teil des Vereinslebens. Und das Miteinander ist oft wichtiger als der Sport selbst.“ Simon Kirch steht den Vereinen dabei gerne zur Verfügung. Per Telefon (0681/3879153) und per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) ist er erreichbar, auf der Internetseite des Landessportverbandes (www.lsvs.de) können Formulare heruntergeladen werden.
 

Dies alles, so Bürgermeister Hoffeld, sei nicht nur einer logistische Herausforderung, sondern auch eine Chance für die Vereine. Und um den Vereinen weitere Unterstützung zu geben, verwies Hoffeld auf eine Informationsveranstaltung für Flüchtlinge und Integration Mitte Januar, zu der auch die Vereinsvertreter eingeladen sind, um dort Kontakte aus erster Hand zu knüpfen.

Foto „Referenten“: Stadtverbands-Vorsitzender Frank Wagner (links) und Bürgermeister Marcus Hoffeld (rechts) mit den Referenten Anja Felden und Simon Kirch.
Foto „Publikum“: Die Vertreter der Merziger Sportvereine interessierten sich für die aktuellen Referate.
Foto „Kirch“: LSVS-Mitarbeiter Simon Kirch klärte über Integrations-Möglichkeiten von Flüchtlingen auf.
Foto „Felden“: Social-Media-Managerin Anja Felden zeigte den Vereinen die Chancen durch Facebook und Co auf.